AV-Knoten & SVT AVNRT Technische Dokumentation

AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT)

Häufigste Form der paroxysmalen supraventrikulären Tachykardie (SVT). Basiert auf einer funktionellen Längsdissoziation des AV-Knotens in eine langsame (Slow Pathway) und eine schnelle Leitungsbahn (Fast Pathway). Typische Form (Slow-Fast): Anterograde Leitung über die langsame, retrograde über die schnelle Bahn. Regelmäßige Schmal-QRS-Tachykardie (140–220 BPM); retrograde P-Wellen fallen meist in den QRS-Komplex oder sind als Pseudo-r' in V1 bzw. Pseudo-s in II, III, aVF sichtbar.

Generiert aus dem Modellkatalog · Ohne Begutachtung durch einen Facharzt für Kardiologie.

Auch bekannt als: AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT)

Welche Parameter verwendet das Modell?

Die folgenden Werte werden von der Simulations-Engine auf dieses Krankheitsbild angewandt. Sie steuern die Aktivierungskinematik im 3D-Modell und die Synthese des 12-Kanal-EKGs.

Welche Parameter verwendet das Modell?

Parameter Wert im Modell
Mechanism Reentrada
Impulse origin Atrioventrikularknoten (AV-Knoten)
Modeled rate 150–250 bpm (default 185)
Regularity Regelmäßig
P wave Retrograd
QRS duration 90 ms
QRS morphology Normal (schmal)
AV conduction 1:1-AV-Überleitung
Severity Klinisch signifikant

Welche Ableitungen sind zu beachten?

Der Katalog kennzeichnet als diagnostische Kernableitungen V1, II, III, aVF. Pseudo-r'-Zacke in V1 und Pseudo-S-Zacke in den inferioren Ableitungen.

Im Simulator werden diese Ableitungen im 12-Kanal-EKG hervorgehoben und die entsprechenden Vektoren im 3D-Modell synchron visualisiert.

Häufige klinische Fragen

Wie wird AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT) im 12-Kanal-EKG diagnostiziert?

Häufigste Form der paroxysmalen supraventrikulären Tachykardie (SVT). Basiert auf einer funktionellen Längsdissoziation des AV-Knotens in eine langsame (Slow Pathway) und eine schnelle Leitungsbahn (Fast Pathway). Typische Form (Slow-Fast): Anterograde Leitung über die langsame, retrograde über die schnelle Bahn. Regelmäßige Schmal-QRS-Tachykardie (140–220 BPM); retrograde P-Wellen fallen meist in den QRS-Komplex oder sind als Pseudo-r' in V1 bzw. Pseudo-s in II, III, aVF sichtbar. Die charakteristischen Veränderungen spiegeln sich präzise im synthetisierten 12-Kanal-EKG wider.

Welche Ableitungen sind für die Diagnose entscheidend?

Die diagnostischen Kernableitungen sind V1, II, III, aVF. Pseudo-r'-Zacke in V1 und Pseudo-S-Zacke in den inferioren Ableitungen.

Welcher elektrophysiologische oder anatomische Mechanismus liegt vor?

Der Ursprung liegt im Bereich von AV_NODE, gesteuert durch reentrada.

Wie lässt sich dieser Zustand im 3D-Simulator untersuchen?

MioAtlas stellt über den Direktlink alle Modellparameter reproduzierbar bereit, inklusive freier 3D-Kamerasteuerung und Vektoranalyse.

Wie wird diese Konfiguration aufgerufen?

Der Simulator kodiert seinen vollständigen Zustand im Abfragestring und bietet so eine stabile URL:

https://mioatlas.com/simulador/de/?mode=conduction&arr=AVNRT

Verwandte Entitäten

Weitere Entitäten derselben Kategorie im Katalog:

Verwandte klinische Vergleiche

Quellen und Literaturhinweise

  1. Anderson RH, Yanni J, Boyett MR, Chandler NJ, Dobrzynski H (2009). "The anatomy of the cardiac conduction system". Clin Anat.
  2. Kligfield P, Gettes LS, Bailey JJ, et al. (2007). "Recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part I: The electrocardiogram and its technology". Circulation.
  3. Rautaharju PM, Surawicz B, Gettes LS, et al. (2009). "AHA/ACCF/HRS recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part IV: The ST segment, T and U waves, and the QT interval". Circulation.