Vergleich

Monomorphe Kammertachykardie (VT) vs. AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT): klinische und EKG-Unterschiede

Gegenüberstellung von Monomorphe Kammertachykardie (VT) und AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT) anhand des MioAtlas 3D-Herzsimulatormodells.

AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT)

Befunde nach Schichten und diagnostische Parameter

Schicht / Befund Monomorphe Kammertachykardie (VT) AV-Knoten-Reentrytachykardie (AVNRT)
Klinische Zusammenfassung

Ventrikuläre Tachykardie (Frequenz > 100 BPM, meist 140–220 BPM) mit einheitlicher, identischer QRS-Morphologie von Schlag zu Schlag, meist auf dem Boden eines Narben-Reentrykreises nach Myokardinfarkt. Breiter QRS (>= 120 ms); typische Kriterien sind AV-Dissoziation, Fusionsschläge (Dresden-Schläge) und Einfangschläge (Capture Beats). Potenziell lebensbedrohlich mit Risiko der hämodynamischen Dekompensation oder Degeneration in Kammerflimmern.

Häufigste Form der paroxysmalen supraventrikulären Tachykardie (SVT). Basiert auf einer funktionellen Längsdissoziation des AV-Knotens in eine langsame (Slow Pathway) und eine schnelle Leitungsbahn (Fast Pathway). Typische Form (Slow-Fast): Anterograde Leitung über die langsame, retrograde über die schnelle Bahn. Regelmäßige Schmal-QRS-Tachykardie (140–220 BPM); retrograde P-Wellen fallen meist in den QRS-Komplex oder sind als Pseudo-r' in V1 bzw. Pseudo-s in II, III, aVF sichtbar.

Herzfrequenz

160 bpm (min: 120, max: 200)

185 bpm (min: 150, max: 250)

QRS-Dauer

160 ms

90 ms

Mechanismus

reentrada

reentrada

AV-Überleitung

dissociated

1:1

Schlüssenableitungen

V1, V6, aVR, II

V1, II, III, aVF

Quellen und Literaturverweise