SINUS_TACHY
Technische Dokumentation
Sinustachykardie
Regelmäßiger, vom Sinusknoten gesteuerter Herzrhythmus mit einer Frequenz von über 100 Schlägen/min (typisch 100–160 BPM, selten bis 180 BPM). Physiologische Antwort auf körperliche Belastung, Stress, Schmerz oder Angst; pathologisch bei Fieber, Anämie, Hypovolämie, Hyperthyreose, Lungenembolie oder Herzinsuffizienz. EKG zeigt normale P-Wellen mit verkürzten PP- und TP-Intervallen.
Auch bekannt als: Sinustachykardie
Welche Parameter verwendet das Modell?
Die folgenden Werte werden von der Simulations-Engine auf dieses Krankheitsbild angewandt. Sie steuern die Aktivierungskinematik im 3D-Modell und die Synthese des 12-Kanal-EKGs.
Welche Parameter verwendet das Modell?
| Parameter | Wert im Modell |
|---|---|
| Mechanism | Automatismo |
| Impulse origin | Sinusknoten |
| Modeled rate | 101–170 bpm (default 125) |
| Regularity | Regelmäßig |
| P wave | Sinusal (positiv in I, II, aVF) |
| PR interval | 110–160 ms (default 135) |
| QRS duration | 88 ms |
| QRS morphology | Normal (schmal) |
| AV conduction | 1:1-AV-Überleitung |
| Severity | Benigne |
Welche Ableitungen sind zu beachten?
Der Katalog kennzeichnet als diagnostische Kernableitungen II. Rhythmusstreifen Ableitung II: Sinus-P-Welle bei > 100 bpm.
Im Simulator werden diese Ableitungen im 12-Kanal-EKG hervorgehoben und die entsprechenden Vektoren im 3D-Modell synchron visualisiert.
Häufige klinische Fragen
Wie wird Sinustachykardie im 12-Kanal-EKG diagnostiziert?
Regelmäßiger, vom Sinusknoten gesteuerter Herzrhythmus mit einer Frequenz von über 100 Schlägen/min (typisch 100–160 BPM, selten bis 180 BPM). Physiologische Antwort auf körperliche Belastung, Stress, Schmerz oder Angst; pathologisch bei Fieber, Anämie, Hypovolämie, Hyperthyreose, Lungenembolie oder Herzinsuffizienz. EKG zeigt normale P-Wellen mit verkürzten PP- und TP-Intervallen. Die charakteristischen Veränderungen spiegeln sich präzise im synthetisierten 12-Kanal-EKG wider.
Welche Ableitungen sind für die Diagnose entscheidend?
Die diagnostischen Kernableitungen sind II. Rhythmusstreifen Ableitung II: Sinus-P-Welle bei > 100 bpm.
Welcher elektrophysiologische oder anatomische Mechanismus liegt vor?
Der Ursprung liegt im Bereich von SA_NODE, gesteuert durch automatismo.
Wie lässt sich dieser Zustand im 3D-Simulator untersuchen?
MioAtlas stellt über den Direktlink alle Modellparameter reproduzierbar bereit, inklusive freier 3D-Kamerasteuerung und Vektoranalyse.
Wie wird diese Konfiguration aufgerufen?
Der Simulator kodiert seinen vollständigen Zustand im Abfragestring und bietet so eine stabile URL:
https://mioatlas.com/simulador/de/?mode=conduction&arr=SINUS_TACHY
Verwandte Entitäten
Weitere Entitäten derselben Kategorie im Katalog:
Quellen und Literaturhinweise
-
Anderson RH, Yanni J, Boyett MR, Chandler NJ, Dobrzynski H (2009). "The anatomy of the cardiac conduction system". Clin Anat.
-
Kligfield P, Gettes LS, Bailey JJ, et al. (2007). "Recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part I: The electrocardiogram and its technology". Circulation.
-
Rautaharju PM, Surawicz B, Gettes LS, et al. (2009). "AHA/ACCF/HRS recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part IV: The ST segment, T and U waves, and the QT interval". Circulation.