MAT
Technische Dokumentation
Multifokale atriale Tachykardie (MAT)
Arrhythmie mit einer Vorhoffrequenz > 100 Schläge/min, charakterisiert durch mindestens drei verschiedene P-Wellen-Morphologien in derselben Ableitung sowie unregelmäßige PP-, PR- und RR-Intervalle mit isoelektrischer Grundlinie. Typischerweise assoziiert mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (COPD), respiratorischer Insuffizienz oder Elektrolytstörungen. Häufig mit Vorhofflimmern verwechselt.
Auch bekannt als: Multifokale atriale Tachykardie (MAT)
Welche Parameter verwendet das Modell?
Die folgenden Werte werden von der Simulations-Engine auf dieses Krankheitsbild angewandt. Sie steuern die Aktivierungskinematik im 3D-Modell und die Synthese des 12-Kanal-EKGs.
Welche Parameter verwendet das Modell?
| Parameter | Wert im Modell |
|---|---|
| Mechanism | Automatismo |
| Modeled rate | 100–180 bpm (default 130) |
| Regularity | Unregelmäßig |
| P wave | Multifokal (≥ 3 Morphologien) |
| PR interval | 100–220 ms (default 150) |
| QRS duration | 90 ms |
| QRS morphology | Normal (schmal) |
| AV conduction | Variabel |
| Severity | Klinisch signifikant |
Welche Ableitungen sind zu beachten?
Der Katalog kennzeichnet als diagnostische Kernableitungen II, V1. Drei oder mehr unterschiedliche P-Wellen-Morphologien in II und V1.
Im Simulator werden diese Ableitungen im 12-Kanal-EKG hervorgehoben und die entsprechenden Vektoren im 3D-Modell synchron visualisiert.
Häufige klinische Fragen
Wie wird Multifokale atriale Tachykardie (MAT) im 12-Kanal-EKG diagnostiziert?
Arrhythmie mit einer Vorhoffrequenz > 100 Schläge/min, charakterisiert durch mindestens drei verschiedene P-Wellen-Morphologien in derselben Ableitung sowie unregelmäßige PP-, PR- und RR-Intervalle mit isoelektrischer Grundlinie. Typischerweise assoziiert mit schweren chronischen Lungenerkrankungen (COPD), respiratorischer Insuffizienz oder Elektrolytstörungen. Häufig mit Vorhofflimmern verwechselt. Die charakteristischen Veränderungen spiegeln sich präzise im synthetisierten 12-Kanal-EKG wider.
Welche Ableitungen sind für die Diagnose entscheidend?
Die diagnostischen Kernableitungen sind II, V1. Drei oder mehr unterschiedliche P-Wellen-Morphologien in II und V1.
Welcher elektrophysiologische oder anatomische Mechanismus liegt vor?
Der Ursprung liegt im Bereich von dem kardialen Reizleitungssystem, gesteuert durch automatismo.
Wie lässt sich dieser Zustand im 3D-Simulator untersuchen?
MioAtlas stellt über den Direktlink alle Modellparameter reproduzierbar bereit, inklusive freier 3D-Kamerasteuerung und Vektoranalyse.
Wie wird diese Konfiguration aufgerufen?
Der Simulator kodiert seinen vollständigen Zustand im Abfragestring und bietet so eine stabile URL:
https://mioatlas.com/simulador/de/?mode=conduction&arr=MAT
Verwandte Entitäten
Weitere Entitäten derselben Kategorie im Katalog:
Quellen und Literaturhinweise
-
Anderson RH, Yanni J, Boyett MR, Chandler NJ, Dobrzynski H (2009). "The anatomy of the cardiac conduction system". Clin Anat.
-
Kligfield P, Gettes LS, Bailey JJ, et al. (2007). "Recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part I: The electrocardiogram and its technology". Circulation.
-
Sovilj S, Magjarevic R, Lovell NH, Dokos S (2013). "A simplified 3D model of whole heart electrical activity and 12-lead ECG generation". Comput Math Methods Med.