TORSADES
Technische Dokumentation
Torsade de Pointes
Spezielle Form der polymorphen Kammertachykardie, die auf dem Boden einer verlängerten ventrikulären Repolarisation (Long-QT-Syndrom, kongenital oder erworben durch Medikamente/Elektrolytstörungen) entsteht. Typisches EKG-Merkmal ist die kontinuierliche Drehung der QRS-Hauptachse um die isoelektrische Grundlinie (Spitzenumkehr). Frequenz meist 200–250 BPM; akut lebensbedrohlich durch hohes Entartungsrisiko in Kammerflimmern. Akuttherapie: Magnesiumsulfat i.v. und Defibrillationsbereitschaft.
Auch bekannt als: Torsade de Pointes
Welche Parameter verwendet das Modell?
Die folgenden Werte werden von der Simulations-Engine auf dieses Krankheitsbild angewandt. Sie steuern die Aktivierungskinematik im 3D-Modell und die Synthese des 12-Kanal-EKGs.
Welche Parameter verwendet das Modell?
| Parameter | Wert im Modell |
|---|---|
| Mechanism | Reentrada |
| Modeled rate | 200–280 bpm (default 240) |
| Regularity | Unregelmäßig |
| P wave | Vom QRS dissoziiert |
| QRS duration | 180 ms |
| QRS morphology | Torsade de Pointes |
| AV conduction | Atrioventrikuläre Dissoziation |
| Severity | Lebensbedrohlich |
Welche Ableitungen sind zu beachten?
Der Katalog kennzeichnet als diagnostische Kernableitungen II, V1, V6. Spitzen der QRS-Komplexe drehen sich spindelförmig um die Nulllinie bei langem QT.
Im Simulator werden diese Ableitungen im 12-Kanal-EKG hervorgehoben und die entsprechenden Vektoren im 3D-Modell synchron visualisiert.
Häufige klinische Fragen
Wie wird Torsade de Pointes im 12-Kanal-EKG diagnostiziert?
Spezielle Form der polymorphen Kammertachykardie, die auf dem Boden einer verlängerten ventrikulären Repolarisation (Long-QT-Syndrom, kongenital oder erworben durch Medikamente/Elektrolytstörungen) entsteht. Typisches EKG-Merkmal ist die kontinuierliche Drehung der QRS-Hauptachse um die isoelektrische Grundlinie (Spitzenumkehr). Frequenz meist 200–250 BPM; akut lebensbedrohlich durch hohes Entartungsrisiko in Kammerflimmern. Akuttherapie: Magnesiumsulfat i.v. und Defibrillationsbereitschaft. Die charakteristischen Veränderungen spiegeln sich präzise im synthetisierten 12-Kanal-EKG wider.
Welche Ableitungen sind für die Diagnose entscheidend?
Die diagnostischen Kernableitungen sind II, V1, V6. Spitzen der QRS-Komplexe drehen sich spindelförmig um die Nulllinie bei langem QT.
Welcher elektrophysiologische oder anatomische Mechanismus liegt vor?
Der Ursprung liegt im Bereich von dem kardialen Reizleitungssystem, gesteuert durch reentrada.
Wie lässt sich dieser Zustand im 3D-Simulator untersuchen?
MioAtlas stellt über den Direktlink alle Modellparameter reproduzierbar bereit, inklusive freier 3D-Kamerasteuerung und Vektoranalyse.
Wie wird diese Konfiguration aufgerufen?
Der Simulator kodiert seinen vollständigen Zustand im Abfragestring und bietet so eine stabile URL:
https://mioatlas.com/simulador/de/?mode=conduction&arr=TORSADES
Verwandte Entitäten
Weitere Entitäten derselben Kategorie im Katalog:
Quellen und Literaturhinweise
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Fridericia LS (1920). "Die Systolendauer im Elektrokardiogramm bei normalen Menschen und bei Herzkranken". Acta Med Scand.
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Anderson RH, Yanni J, Boyett MR, Chandler NJ, Dobrzynski H (2009). "The anatomy of the cardiac conduction system". Clin Anat.
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Rautaharju PM, Surawicz B, Gettes LS, et al. (2009). "AHA/ACCF/HRS recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part IV: The ST segment, T and U waves, and the QT interval". Circulation.
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Kligfield P, Gettes LS, Bailey JJ, et al. (2007). "Recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part I: The electrocardiogram and its technology". Circulation.