LBBB
Technische Dokumentation
Kompletter Linksschenkelblock (LSB)
Vollständige Leitungsverzögerung oder Blockierung im Hauptstamm des linken Tawara-Schenkels. Die septale Erregung kehrt sich um (von rechts nach links). Stark verbreiterter QRS (>= 120 ms) mit plumpen, gekerbten R-Zacken in I, aVL, V5 und V6, Fehlen physiologischer q-Zacken in den lateralen Ableitungen sowie tiefen, breiten QS- oder rS-Komplexen in V1–V2. Sekundäre ST-T-Veränderungen mit diskordanten T-Wellen. Erschwert die Infarktdiagnostik (Sgarbossa-Kriterien erforderlich).
Auch bekannt als: Kompletter Linksschenkelblock (LSB)
Welche Parameter verwendet das Modell?
Die folgenden Werte werden von der Simulations-Engine auf dieses Krankheitsbild angewandt. Sie steuern die Aktivierungskinematik im 3D-Modell und die Synthese des 12-Kanal-EKGs.
Welche Parameter verwendet das Modell?
| Parameter | Wert im Modell |
|---|---|
| Mechanism | Bloqueo |
| Impulse origin | Sinusknoten |
| Modeled rate | 60–100 bpm (default 75) |
| Regularity | Regelmäßig |
| P wave | Sinusal (positiv in I, II, aVF) |
| PR interval | 120–200 ms (default 160) |
| QRS duration | 150 ms |
| QRS morphology | Linksschenkelblock-Morphologie |
| AV conduction | 1:1-AV-Überleitung |
| Severity | Klinisch signifikant |
Welche Ableitungen sind zu beachten?
Der Katalog kennzeichnet als diagnostische Kernableitungen V1, V2, V3, I, aVL, V5, V6. Breites tiefes QS/rS in V1-V3; breite gekerbte R-Zacke ohne septales q in I, aVL, V5-V6.
Im Simulator werden diese Ableitungen im 12-Kanal-EKG hervorgehoben und die entsprechenden Vektoren im 3D-Modell synchron visualisiert.
Häufige klinische Fragen
Wie wird Kompletter Linksschenkelblock (LSB) im 12-Kanal-EKG diagnostiziert?
Vollständige Leitungsverzögerung oder Blockierung im Hauptstamm des linken Tawara-Schenkels. Die septale Erregung kehrt sich um (von rechts nach links). Stark verbreiterter QRS (>= 120 ms) mit plumpen, gekerbten R-Zacken in I, aVL, V5 und V6, Fehlen physiologischer q-Zacken in den lateralen Ableitungen sowie tiefen, breiten QS- oder rS-Komplexen in V1–V2. Sekundäre ST-T-Veränderungen mit diskordanten T-Wellen. Erschwert die Infarktdiagnostik (Sgarbossa-Kriterien erforderlich). Die charakteristischen Veränderungen spiegeln sich präzise im synthetisierten 12-Kanal-EKG wider.
Welche Ableitungen sind für die Diagnose entscheidend?
Die diagnostischen Kernableitungen sind V1, V2, V3, I, aVL, V5, V6. Breites tiefes QS/rS in V1-V3; breite gekerbte R-Zacke ohne septales q in I, aVL, V5-V6.
Welcher elektrophysiologische oder anatomische Mechanismus liegt vor?
Der Ursprung liegt im Bereich von SA_NODE, gesteuert durch bloqueo.
Wie lässt sich dieser Zustand im 3D-Simulator untersuchen?
MioAtlas stellt über den Direktlink alle Modellparameter reproduzierbar bereit, inklusive freier 3D-Kamerasteuerung und Vektoranalyse.
Wie wird diese Konfiguration aufgerufen?
Der Simulator kodiert seinen vollständigen Zustand im Abfragestring und bietet so eine stabile URL:
https://mioatlas.com/simulador/de/?mode=conduction&arr=LBBB
Verwandte Entitäten
Weitere Entitäten derselben Kategorie im Katalog:
Verwandte klinische Vergleiche
Quellen und Literaturhinweise
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Surawicz B, Childers R, Deal BJ, et al. (2009). "AHA/ACCF/HRS recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part III: Intraventricular conduction disturbances". Circulation.
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Anderson RH, Yanni J, Boyett MR, Chandler NJ, Dobrzynski H (2009). "The anatomy of the cardiac conduction system". Clin Anat.
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Kligfield P, Gettes LS, Bailey JJ, et al. (2007). "Recommendations for the standardization and interpretation of the electrocardiogram: Part I: The electrocardiogram and its technology". Circulation.